Wasserfledermaus Myotis daubentonii

Die Wasserfledermaus ist eine kleine bis mittelgroße Fledermaus, die auffallend große Füße mit Borsten hat. Sie startet etwa 20 – 50 min nach Sonnenuntergang und fliegt die ganze Nacht über und in der Nähe von größeren Wasseroberflächen. Verwechslungsgefahr besteht v.a. mit der größeren Teichfledermaus.

characteristics
habitat descriptionWald- und gewässerreiche Niederungen. Jagt über kleineren Teichen, ruhigen Wasseroberflächen von Flüssen, seltener auch an Stromschnellen, Schwimmbädern, außerdem über Wiesen, an Waldschneisen und Wegen. Verbreitung von Britischen Inseln im Westen bis Japan im Osten, von Mittelnorwegen im Norden bis Griechenland und die Türkei im Süden.
quarters Gebäuden, Tunneln, Brücken, Baumhöhlen, Nistkästen. Liegen meist in Wäldern im Umkreis von 3 km um Gewässer. Quartiere werden häufig gewechselt. Wochenstubenverbände (April bis August) aus bis zu 150 Tieren, teilweise auch mit Männchen. Einzeltiere und kleinere Gruppen von Männchen auch in feuchtkühlen Mauerspalten. Überwinterung von September/Oktober bis März/April in Stollen, Höhlen, Kellern, Brunnen, Felsspalten oder Geröll mit hoher Luftfeuchtigkeit. Ausgeprägte Treue zu Winterquartieren, die bei wärmeren Temperaturen auch im Winter zum Jagen verlassen werden.
reproductionPaarung während der gesamten Überwinterungszeit. Dazu wecken die Männchen die Weibchen durch Nackenbisse und verpaaren sich mit diesen, während die Weibchen noch in der Aufwachphase sind. Geburt der Jungtiere in zweiter Junihälfte. Nach 25 Tagen flugfähig. Werden vermutlich noch im Geburtsjahr geschlechtsreif.
size • Kopf-Rumpf-Länge: 42 – 54 mm
• Unterarmlänge: 35 – 41 mm
• Flügelspannweite 230 – 280 mm
weight 8-15 g
color/furDichtes, kurzes Fell, an der Basis dunkelgraubraun. An Oberseite hellrot- bis dunkelgraubraun mit bronzefarbenen Spitzen, an Unterseite grauweiß. Gesicht fleischfarben bis rötlichbraun. Ohren dunkelgraubraun.
ear shape• Kurz
• Werden bei Beunruhigung rechtwinklig zur Seite gelegt
• Tragus etwa halb so lang wie Ohr, oben leicht abgestumpft
wing shapeRelativ breit und dünnhäutig. Armflughaut setzt an Wurzeln der Zehen an.
flight Schnell, wendig. Schwirrender Flügelschlag. Kreist direkt über Wasserflächen, während Teichfledermäuse eher geradlinig fliegen. Erbeutet im Flug kleine dämmerungs- und nachtaktive Insekten über dem Wasser mit Schwanzflughaut oder Füßen.
ultrasonic callsNahezu lineare Frequenzmodulation mit Startfrequenzen von 55 – 95 kHz und Endfrequenzen bei 25 – 40 kHz. Hauptfrequenz bei 40 – 47 kHz, jedoch aufgrund der starken Modulation schwer feststellbar. Trocken klingende Rufe, die den Höreindruck hinterlassen, als ob Nadeln auf eine Glasplatte fallen. Relativ regelmäßig Rufe im Gegensatz zu den unregelmäßiger und tiefer rufenden Teichfledermäusen, überschneiden sich mit deren Rufen jedoch von 38 – 41 kHz. Rufe leicht zu verwechseln mit Fransen- sowie der Großen und Kleinen Bartfledermaus.
endangerment derzeit keine Bestandsgefährdungen feststellbar, steht wie alle Fledermäuse unter Naturschutz.