Zwergfledermaus / Mückenfledermaus Pipistrellus pipistrellus / pygmaeus

Sehr kleine Fledermaus, die anhand körperlicher Merkmale nur schwer von der Mückenfledermaus und teilweise auch schwierig von der Rauhautfledermaus unterschieden werden kann. Wir schätzen, dass dies anhand der Fotofallenbilder kaum möglich ist und fassen deshalb beide Arten zusammen.

characteristics
habitat descriptionNahezu überall vorkommend, besonders in Wohngebieten und Städten, an Straßenlaternen, in Wäldern, an Wiesen und Gewässern. In ganz Europa verbreitet, im Norden bis Südfinnland, im Süden bis Afghanistan.
quarters Wochenstuben aus 50 – 100 Tieren beziehen ab Mai in der Regel Spaltenquartiere, wie Rollläden, Fassaden und Felsspalten oder Baumrinde. Umgebung der Quartiere wird meist durch Kot (z.B. an Hauswänden) gekennzeichnet. Schwärmen von Mai bis September mit einem Höhepunkt im August z.B. an leerstehenden Gebäuden. Überwinterung von November bis März. Winterquartiere der sehr ortstreuen Tiere finden sich an Gebäuden, Kellern, Höhlen und Felsspalten. Verlassen bei warmer Witterung auch die Winterquartiere, um zu jagen.
reproductionEin bis zwei Jungtiere werden ab Mitte Juni bis Anfang Juli geboren und werden mit vier Wochen selbständig, worauf sich die Wochenstuben schnell auflösen. Die Geschlechtsreife erfolgt meist noch im Herbst des Geburtsjahres. Männchen locken Weibchen mit Singflügen zu Paarungsquartieren, an denen sie Harems aus bis zu zehn Weibchen bilden.
size • Kopf-Rumpf-Länge: 35-50 mm
• Unterarmlänge: 28-34 m
• Flügelspannweite: 180-220 mm.
weight 3-7 g.
color/furDunkel- bis rotbraune Oberseite, leicht hellere Unterseite. Sehr dunkle bis schwarze Schnauze, Ohren und Flügel. Penis grau.
ear shapeKurz, relativ breit. Leicht nach innen gebogener, abgerundeter Tragus, der länger als breit ist.
wing shapeRelativ schmal.
flight Sehr wendig, auf längeren Bahnen auf- und abfliegend mit plötzlichen Wendemanövern und Sturzflügen zum Erwerben der Beute. Jagd ab ca. 10 min nach Sonnenuntergang die gesamte Nacht über.
ultrasonic callsQuasikonstantfrequente Rufe mit einer Startfrequenz von 50-60 kHz und Endfrequenzen von 42-49 kHz. Hauptfrequenz bei 44-47 kHz. Klangeindruck wie bei der Rauhautfledermaus.
endangerment „Least Concern“ (IUCN Rote Liste 2008). Insgesamt wachsen die Populationen. Wie bei allen Arten besteht Gefahr durch Pestizideinsatz. V.a. unerfahrene Jungtiere gelangen außerdem bei der Suche nach geeigneten Winterquartieren teilweise z.B. über gekippte Fenster in Gebäude, die dann zu tödlichen Fallen für mehrere 100 Individuen werden können, wenn die Tiere unbemerkt bleiben und nicht mehr hinaus finden oder gar die Fenster geschlossen werden.