Fledermäuse

Nahrung

bats

Food

Insektenfressende Fledermäuse

Die überwiegende Mehrzahl und alle unsere heimischen Fledermäuse ernähren sich ausschließlich oder überwiegend von Insekten und anderen Gliedertieren, wie etwa Spinnen. Die Beutetiere werden dabei entweder im Flug oder direkt vom Untergrund erbeutet. Fledermäuse, die darauf spezialisiert sind, Insekten vom Untergrund aufzusammeln, haben meist ein hochempfindliches Hörvermögen, das es ihnen ermöglicht, Beute bereits an kleinsten Raschelgeräuschen zu erkennen. Ähnliches kann man auch bei Eulen beobachten, die eine Maus am Rascheln lokalisieren.

insectivore bats

The vast majority and all of our native bats feed exclusively or predominantly on insects and other arthropods, such as spiders. The prey is taken either in flight or directly from the ground. Bats that specialise in picking up insects from the ground usually have highly sensitive hearing, which enables them to recognise prey even by the smallest rustling sounds. Something similar can be observed in owls, which locate a mouse by its rustling.

 

Fruit- and nectar-feeding bats

Fruit bats eat only fruits, flowers, nectar, pollen or leaves and are thus considered vegetarians among bats. However, fruits do not contain all the nutrients needed by the bats in sufficient quantities. Therefore, a large proportion of the nitrogen they need, for example, is taken in by eating pollen and leaves. There are also bat species in the tropics of the American continent (the so-called New World tropics) that feed on fruits, nectar and pollen. However, they belong to the leaf-nosed bats and not to the fruit bats, which do not occur in the New World. Fruit-eating leaf-nosed bats occasionally hunt insects to meet their nitrogen requirements. Among fruit-eating and especially nectar-eating bats, one can see numerous adaptations to their diet (see physique). Interestingly, some plants have also adapted to their mammalian pollinators. For example, several plant species in the New World tropics have developed echo reflectors on the flowers or leaves that can be detected and found very quickly by the echolocating bats and thus used by the plants to attract their pollinators.

 

Carnivore bats

Other bats are specialised in hunting vertebrates such as small mammals, reptiles or amphibians and picking them up from the ground. Particularly spectacular are the fish-catching bats, such as the fisherman bat (Noctilio leporinus), which use their echolocation to scan the surface of the water and, when approaching a fish, drop their enlarged feet with sharp claws into the water and use them to spear small fish.

 

Blood feeding bats

Although the thought of Count Dracula is probably one of the first to awaken in many people when they think of bats, there are only three species of bats in the world that actually feed on blood. All three species (the common vampire bat Desmodus rotundus, the Hairy-Legged Vampire BatDiphylla ecaudata, and the white-winged vampire bat (Diaemus youngi) are native to Central or South America; no blood-licking bats occur in the rest of the world. Incidentally, vampire bats are the only mammals that feed exclusively on the blood of other animals. They are characterised by numerous adaptations to this special way of feeding. For example, their saliva contains an anaesthetic that allows the vampire bats to remove a piece of the prey's skin unnoticed with their sharp incisors, as well as an anticoagulant that maintains the blood flow for a long time after the bite. The substances contained in the saliva are now also used as medicines for people with heart disease. The animals' digestive tract and kidneys are also highly specialised and designed to process food quickly. Just two minutes after the start of the meal, the animals begin to urinate in order to reduce their weight and thus maintain their ability to fly. Unlike mosquitoes, for example, vampire bats do not suck the blood of their prey, but lick it. Two of the three species of vampire bats are mainly specialised on birds, while the third species uses large mammals as a source of blood. The licking of blood by the vampire bats themselves does not pose a great danger to the infested animals, as the amount of blood absorbed is too small. However, pathogens such as rabies, which are transmitted with the bite, can be dangerous.

However, vampire bats are not only known for their unusual feeding behaviour, but also for their distinct social behaviour. These bats feed each other with highly strangulated blood if one of the colony members was unsuccessful in the nightly hunt and thus keep themselves from starving by helping each other.

Frucht- und nektarfressende Fledermäuse

Flughunde fressen ausschließlich Früchte, Blüten, Nektar, Pollen oder Blätter und gelten somit als Vegetarier unter den Fledermäusen. Allerdings enthalten Früchte nicht alle Nährstoffe, die von den Fledermäusen benötigt werden, in ausreichender Menge. Daher wird z.B. ein großer Anteil des benötigten Stickstoffs über den Verzehr von Pollen und Blätter aufgenommen. Auch in den Tropen des amerikanischen Kontinents (den sogenannten Neuwelttropen) gibt es Fledermausarten, die sich von Früchten, Nektar und Pollen ernähren. Sie gehören allerdings zu den Blattnasenfledermäusen und nicht zu den Flughunden, welche in der Neuen Welt nicht vorkommen. Fruchtfressende Blattnasenfledermäusen jagen gelegentlich auch Insekten, um ihren Stickstoffbedarf zu decken. Bei den frucht- und besonders bei den nektarfressenden Fledermäusen kann man zahlreiche Anpassungen an ihre Nahrung erkennen (siehe Körperbau). Interessanterweise haben sich auch einige Pflanzen an ihre Säugetierbestäuber angepasst. So haben mehrere Pflanzenarten in den Neuwelttropen Echoreflektoren an den Blüten oder Blättern entwickelt, die von den echoortenden Fledermäusen sehr schnell erkannt und gefunden werden können und so von den Pflanzen genutzt werden, um ihre Bestäuber anzulocken.

Fleischfressende Fledermäuse

Andere Fledermäuse sind darauf spezialisiert, Wirbeltiere wie Kleinsäuger, Reptilien oder Amphibien zu jagen und vom Boden aufzulesen. Besonders spektakulär sind dabei die fischfangenden Fledermäuse, wie das Große Hasenmaul (Noctilio leporinus), die mit Hilfe ihrer Echoortung die Wasseroberfläche absuchen, bei Annäherung an einen Fisch die vergrößerten Füße mit den scharfen Krallen ins Wasser lassen und damit kleine Fische aufspießen.

Bluttrinkende Fledermäuse

Obwohl der Gedanke an Graf Dracula wohl einer der ersten ist, der bei vielen Menschen geweckt wird, wenn sie an Fledermäuse denken, gibt es weltweit nur drei Fledermausarten, die sich tatsächlich von Blut ernähren. Alle drei Arten (der Gemeine Vampir Desmodus rotundus, der Kammzahnvampir Diphylla ecaudata, und der Weißflügelvampir Diaemus youngi) sind in Mittel- bzw. Südamerika angesiedelt, im Rest der Welt kommen keine blutleckenden Fledermäuse vor. Vampirfledermäuse sind übrigens die einzigen Säugetiere, die sich ausschließlich vom Blut anderer Tiere ernähren. Sie zeichnen sich durch zahlreiche Anpassungen an diese spezielle Ernährungsweise aus. So enthält ihr Speichel etwa ein Betäubungsmittel, welches den Vampirfledermäusen erlaubt, unbemerkt ein Stückchen Haut des Beutetieres mit ihren scharfen Schneidezähnen zu entfernen, sowie einen Blutgerinnungshemmer, welcher den Blutfluss nach dem Biss lange aufrechterhält. Die im Speichel enthaltenen Substanzen werden mittlerweile auch als Medikamente für Menschen mit Herzerkrankungen verwendet. Auch der Verdauungstrakt und die Nieren der Tiere sind hochspezialisiert und auf eine schnelle Verarbeitung der Nahrung ausgelegt. Bereits zwei Minuten nach Beginn der Mahlzeit beginnen die Tiere zu urinieren, um so ihr Gewicht zu reduzieren und damit ihre Flugfähigkeit zu erhalten. Anders als etwa Mücken saugen Vampirfledermäuse nicht das Blut ihrer Beutetiere, sondern lecken es. Zwei der drei Arten von Vampirfledermäusen sind dabei hauptsächlich auf Vögel spezialisiert, während die dritte Art große Säugetiere als Blutquelle nutzt. Das Lecken des Blutes durch die Vampirfledermäuse selbst stellt keine große Gefahr für die befallenen Tiere dar, da die aufgenommene Blutmenge zu gering ist. Gefährlich können aber Krankheitserreger wie die Tollwut sein, die mit dem Biss übertragen werden.

Vampirfledermäuse sind allerdings nicht nur für ihre ungewöhnliche Nahrungsaufnahme, sondern auch für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten bekannt. Diese Fledermäuse füttern sich gegenseitig mit hochgewürgtem Blut, wenn eines der Koloniemitglieder nicht erfolgreich bei der nächtlichen Jagd war und bewahren sich so durch die gegenseitige Hilfe vor dem Verhungern.